Etwas Neues auszuprobieren kostet Mut. Oft meldet sich zuerst der innere Kritiker: Was, wenn ich mich blamiere? Was, wenn ich scheitere? Und war die Zeit dann nicht völlig vergeudet?
Genau diese Gedanken begleiteten mich, als ich mich Ende letzten Jahres zu einem Comic- und Graphic-Novel-Workshop an der Kunstakademie Bad Reichenhall anmeldete.
Als ich das erste Mal im Zeichensaal saß, dachte ich ehrlich: Was für eine Schnapsidee. Ich konnte nicht zeichnen – und Spaß machte es mir anfangs auch nicht. Die ersten Versuche waren zögerlich, mühsam und voller Zweifel. Jeder Strich fühlte sich falsch an, jede Seite wie ein kleiner Kampf.
Doch dann geschah etwas Unerwartetes. Schritt für Schritt, Linie für Linie, entstand tatsächlich ein Comic. Die Freude darüber war riesig – ebenso wie meine eigene Verblüffung. Offenbar ging es doch. Nicht perfekt, nicht geschniegelt, aber ehrlich und lebendig.
Diesen inneren und äußeren Prozess – vom Zweifel über das Dranbleiben bis hin zur Überraschung über das eigene Können – habe ich in einem zweiten Comic festgehalten. Er erzählt davon, wie es sich anfühlt, Neuland zu betreten, und davon, was entstehen kann, wenn man sich erlaubt, Anfänger zu sein.
Diesen Comic möchte ich hier mit Euch teilen. Als Einladung, als Ermutigung und vielleicht auch als kleiner Anstoß, selbst etwas Neues auszuprobieren. Denn Kreativität beginnt oft genau dort, wo wir uns unsicher fühlen – und trotzdem weitermachen. Schreibe Deine eigene Geschichte!
